Der neue Cadillac

„Ich glaube dir nicht“ sagte sie trotzig und voller Selbstvertrauen. „Du willst mir einen Bären aufbinden. So was kann einfach nicht echt sein, und ich mag vielleicht blond sein, das heißt aber lange noch nicht dass ich auch blöd bin!“ sie umklammerte ihre Bücher fester und drehte sich schwungvoll auf dem Absatz um. Er packte sie am Oberarm um sie aufzuhalten, doch zog er ein wenig zu fest, weshalb ihre Bücher zu Boden fielen. „Hey!“ schimpfte sie. Lies mehr…

Mias Reise – Teil I

Es war ein warmer, sonniger Nachmittag, die Vögel zwitscherten in den Bäumen die den Wegrand säumten. Das kleine Mädchen lief gut gelaunt zwischen den Bäumen umher, immer dem Weg folgend und offenbar einem Ziel zustrebend. Die Vögel die diesem Mädchen eine Weile zuschauten, hätten es vielleicht für ein normales Kind gehalten, aber dem war nicht so. Wenn man genauer hinsah war unschwer zu erkennen dass irgendetwas nicht stimmte. Das Gesicht des kleinen Mädchens war ziemlich dreckig und die langen Haare waren ungewaschen und hatten viele Kletten. Einzelne Haarsträhnen schienen fast zu einem einzigen Haar zusammenzukleben und insgesamt mochte man vielleicht vierzig, fünfzig solcher Strähnen auf dem Haupte entdecken. Die Kleidung unterstrich noch dieses Bild von einem verlorenen Kind, welches heimatlos durch die Lande zog. Das Kind jedoch schien keineswegs ängstlich oder verloren zu sein. Es lief recht unbeschwert, ja sogar fast glücklich den Weg entlang, welcher nach Celedin, der Landeshauptstadt führte. Wann immer irgendetwas am Rand des Weges ihr Interesse zu wecken vermochte hielt die kleine Dame mit der seltsamen Haarpracht inne und beschaute es sich interessiert. Insgesamt schien Mia ein sehr neugieriges Kind zu sein.
Fröhlich pfeifend lief sie mit dem wenigem Habe das Ihr geblieben war, weiter den Weg entlang, immer wieder kurz den Marsch unterbrechend wenn etwas Neues zu sehen war. Offenbar jedoch war sie nicht alleine, denn ab und an schien sie sich mit jemandem zu unterhalten, der es offenbar verstand sich vor allen Blicken zu verbergen. Lies mehr…

Große Erwartungen

„Gott? Bist du da?“ Hallte die Stimme durch den Steinernen Korridor.
„Nein… Der hat heute frei“ Sagte die ältere Dame, welche sogleich aus einem Seitengang heraustrat. „Kann ich dir vielleicht weiter Helfen?“
Der junge Mann schluckte, errötete und schüttelte nur beklemmt den Kopf eher er ohne ein weiteres Wort zu sagen sich umdrehte um wieder zu gehen.
„Wenn du dich beeilst, erwischst du ihn vielleicht noch beim Golfen!“ rief sie ihm nach als seine Schritte über den Stein dröhnten.
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Buch des Monats: Das Lied von Eis und Feuer

Cover

Kurzbeschreibung von Amazon.de:
Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler.

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Hin und her

„Warte“ rief er, als sie bereits auf dem Flur stand.
„Was willst du denn noch?“ fragte sie ihn entgeistert und resigniert, als ihr die große Reisetasche von der Schulter rutzschte und zu Boden fiel.
„Ich weiss es nicht“ gab er zu, wärend er ihr näher kamm und vor ihr stehen blieb. „Ich weiss nicht was ich will. Ich weiss nicht einmal was ich sagen soll, doch ich will nicht dass du gehst, und ich denke, wenn ich dich jetzt nicht aufhalten kann, wird es das Ende für uns beide sein.“
„Na wenn du meinst“ ihr Tonfall verkundete noch immer bloße entgeisterung. Sie rollte mit den Augen wärend sie die Arme vor der Brust verschrenkte und sich an die Wand lehnte.
„Ich kann das so nicht.“ klagte er. „Komm doch bitte wieder rein. Ich mache uns einen Tee, und dann können wir alles in Ruhe besprechen. Du bist doch nicht in Eile… Komm. Gib mir doch bitte nur noch diese eine Chance es wieder gut zu machen“ Lies mehr…

Die Dame

Ich habe mich oft gefragt, ob man einen Mann, der einen Mörder tötet, ebenfalls als Mörder bezeichnen sollte. Wenn man unschuldige tötet, ist man ein Monster, doch wenn man auf der Jagd nach solchen Monstern ist, wird man da zum Helden, oder gar Heiligen? Ich kannte die Antwort ebenso wenig, wie alle anderen, die sich diese Frage schon gestellt haben, noch eher ich das Licht der Welt erblickt hatte. Die einzige, mir bekannte Wahrheit war, dass keiner von meiner Hand gestorben ist, und ich mir immer noch in die Augen sehen konnte, auch wenn ich den Tod so vieler zu verantworten hatte. Lies mehr…

Das Spiel

Die Luft in dem stickigen, kleinen Raum roch nach Schweiss und billigen Zigarren. Der kleine Tisch um den wir saßen hat schon fast ausgedient, und doch wusste ich, dass wir uns noch oft genug um ihn herum versammeln würden. Mein Blatt war scheiße, wie schon so oft zuvor, und doch hatte ich das gefühl von Fräulein Fortuna in den Arsch getreten worden zu sein. Der kleine Johny und der alte Matches haben ihre Karten bereits schon auf den Tisch geworfen und versuchten ihre Wut über das verlohrene Geld mit je einem kräftigen Schluck Whisky herunter zu spühlen. Der kleine Johny wurde nur aus purer Ironie so genannt. In wirklichkeit war es ein Stämmiger Bursche von knapp über zwei Meter Körpergröße. Er brachte stolze 250 Kilo auf die Waage und sehr schnell war jedem in der Stadt klar geworden, dass man mit ihm keine Probleme haben will. Es gingen die wildesten Gerüchte über ihn umher. Ich hörte einmal zwei ältere Damen, die sich darüber unterhielten wie der kleine Johny angeblich mal drei Kugeln diereckt in die Brust bekommen hat bevor er seinem Angreifer die Wumme aus der Hand und sie mit seinen bloßen Händen in zwei Stücke gerissen hat. Danach soll er dem armen Jungen alle Knochen im Leib zur brei verarbeitet haben. Als der Krankenwagen angekommen war, konnten die Sanitäter die Leiche nur noch mit einem Tuch aufwischen, denn es gab nichts Festes mehr, dass man hätte anfassen können. Natürlich wusste jeder, dass keiner so dumm war auf den kleinen Johny zu schießen, aber ob der Rest stimmte wollte ich lieber nicht wissen. Lies mehr…

Wunden heilen Zeit

Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung wie er hieß. Mag sein, dass ich ihn irgendwann schon einmal kennen gelernt habe, aber das heißt ja bekanntlich nichts. Hin und wieder vergisst man nun einmal die eine oder andere Nacht, vor allem wenn man von vorne rein nicht nach dem Namen gefragt hat. Und er war scheinbar eine solche Nacht. Ich könnte wetten dann ich betrunken war, auch wenn er sicherlich den Eindruck hatte, ich sei nüchtern gewesen. Wahrscheinlich war ich nur über das Wochenende in der Stadt. Oder über die Woche. Beruflich. Ich wollte bestimmt was trinken und er war halt irgend so ein Versager. Was interessiert mich das überhaupt?
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Herbst

Die Welt entglitt heut’ meinen Händen, und doch finde ich es nicht schade darum. Ich frage mich manchmal wie ich leben will. Versuche dann die Scherben wieder einzusammeln und zusammen zu setzen, doch das Konstrukt ergibt keinen Sinn. Ich frage mich ob ich es nicht schon immer so gewollt habe. Ob es nicht besser für mich ist, wenn nichts was mich umgibt meiner Kontrolle unterliegt.
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Die Zeit, die sich dem Ende neigt.

Das Schwarz steht ihr gut. Es stand ihr schon immer gut, doch nun, wo sie in dem verrauchten Zimmer keine pausen mehr zwischen den Zigaretten mehr macht, das wippen ihres Fußes zu unterdrücken versucht und mit leerem Blick so weit von mir weg sieht wie nur möglich, hat es gar etwas majestätisches. Sie sitzt kerzengrade da. Ihr schlanker Hals von dem Kragen des Rollkragenpullovers verdeckt. Die langen Haare zu einem festen Knoten verbunden. Der Stoff ihrer Hosen schmiegt sich um ihre Beine. Es wird mir schmerzlich bewusst wie sehr ich sie verehre. Leider nutzt es nun aber nichts mehr. Ich habe sie verloren. Vielleicht weiss sie es selbst noch nicht, doch wir sind kein Paar mehr. Ich habe das Verhalten doch schon so oft gesehen. Sie geht auf Distanz, dann raucht sie mehr als sie eigentlich tun würde und jede Bemerkung führt zu einem Streit. Unser Zusammensein ist wie aus Kristall, die geringste Berührung kann sie zerbrechen. Wie gern würde ich zu ihr rüber gehen, ihr sagen was ich fühle und sie in Arm nehmen. Ich kann es nicht. Ich kann es nicht riskieren sie von mir weichen zu sehen. Sich unter meiner Berührung windend die Flucht zu ergreifen und schließlich für immer fort bleiben. Lieber, viel lieber bleibe ich einfach in sicherer Entfernung, in der Hoffnung dass ich nicht erfriere.
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